Wohntrend Minimalismus – ist weniger mehr?

modern-minimalist-bedroom-3100786_1280.jpgSpätestens seit Marie Kondo, der Aufräum-Expertin schlechthin (Netflix-Gucker kennen die Ordnungsberaterin vermutlich), ist ein ordentliches Zuhause das Maß aller Dinge. Dazu gehört auch, Unnötiges auszusortieren und sich von Altlasten zu trennen. Einen Schritt weiter geht da der Minimalismus-Trend. Der kann sich auf das ganze Leben beziehen, auf das Innere des Kleiderschranks oder die Anzahl der gehorteten Lebensmittel. Und minimalistisch lässt sich eben auch das Zuhause gestalten. Grundsätzlich geht es bei dem Trend eben gerade nicht um einen Trend, sondern um einen Gegenentwurf zum Materialismus. Es soll nicht mehr ums Haben und Kaufen gehen, sondern darum, durch Reduzierung glücklicher und bewusster zu leben. Denn letztendlich sind es keine Gegenstände, die uns zufrieden machen, so sehen es die Minimalisten.

Ein minimalistisches Zuhause

Minimalistisch Wohnen soll aber nicht nur für innere Ruhe sorgen, sondern kann auch noch sehr ästhetisch aussehen. Wenig bis gar keine Deko, so wenige Möbelstücke wie möglich, das mag erst einmal trist klingen, kann aber befreiend sein. Und wie macht man das dann, die Wohnung minimalistischer gestalten? Zuerst einmal, man kann es sich schon denken, wird ausgemistet. Alles, was nicht mehr gebraucht wird – und an dieser Stelle muss man ehrlich zu sich selbst sein – wird auf einen Stapel gelegt.

5 Tipps für eine minimalistischere Einrichtung

Neben dem strikten Aussortieren nicht benötigter Dinge gibt’s hier unsere fünf Tipps für eine minimalistische Einrichtung:

  1. Langsam Einrichten: Wer eine Wohnung neu einrichtet, sollte sich Zeit lassen. Erst, wenn man genau abgewogen hat, was man wirklich braucht, wird auch tatsächlich gekauft. Der Spontan-Einkauf in der Deko-Abteilung fällt damit auch flach. Besser als der Gang zum Möbeldiscounter ist die Investition in ein langlebiges Möbelstück. Wenn man weniger davon kauft, ist der Preis am Ende auch nicht so viel höher. Geduld beim Einrichten lohnt sich!
  2. Einem Stil treu bleiben: Wenn man sich eine Stilrichtung, eine Farbe oder ein Gestaltungselement überlegt, das sich durch alle Einrichtungsgegenstände ziehen soll, tut man sich leichter bei Entscheidungen. Was nicht dazu passt, wird erst gar nicht gekauft oder fliegt beim Aussortieren direkt raus.
  3. Multifunktionale Möbel: Statt einem Sofa und einem Bett lässt sich ein kombiniertes Bettsofa oder Futon abends einfach zur Schlafstätte umfunktionieren und Truhen mit Stauraum eigenen sich auch als Sitzbänke. Je vielseitiger die einzelnen Möbelstücke, desto weniger braucht man. Das ist natürlich auch von den Lebensumständen abhängig. Ein kinderloser Single hat andere Ansprüche als eine vierköpfige Familie.
  4. Geschlossener Stauraum: Wenn Schränke oder Kommoden mit Schubladen oder Türen verschlossen sind, lassen sich kleinere Gegenstände oder unschöne Akten und Ordner darin verstauen und der ganze Raum sieht gleich viel ordentlicher aus.
  5. Minimalismus in der Küche: Der erste Schritt ist, die Dinge da hinzuräumen, wo sie auch gebraucht werden. Oft rennt man in der Küche während des Kochens oder Saubermachens von hier nach dort, weil jedes Teil, das man braucht, in einem anderen Eck liegt. Ist alles nach Arbeitsschritten sortiert, sieht man auch gleich, was man verbannen kann. Wer braucht 34 Weihnachtstassen, wenn es nicht gerade wertvolle Sammlerstücke sind? Und wer braucht die 28. Gabel, die dann ohnehin nur gespült werden muss? Eben – weg damit.

Und damit all die aussortierten Dinge nicht auf dem Müll landen, sondern noch ein zweites Leben geschenkt bekommen: sie können online verkauft, an ein Sozialkaufhaus in der Nähe abgegeben oder natürlich gespendet oder verschenkt werden. So kann man mit einer minimalistischen Wohnung auch gleich noch etwas Gutes tun.