Urban Jungle - Wohnen mit Pflanzen

window-3344407_1280.jpgSich die Natur in die vier Wände holen – das ist in den vergangenen Jahren immer mehr zum Trend geworden. Instagrammer führen in die Welt der Pflanzen ein und die Monstera im Wohnzimmer ist das Must-Have, wenn es um Einrichtung geht. Kein Wunder, schließlich verbessern Pflanzen nachweislich das Raumklima und wirken auch als Schalldämmung. Außerdem nehmen sie CO2 aus der Luft auf und produzieren frischen Sauerstoff. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit, indem sie Wasser in Form von Wasserdampf in die Luft abgeben. Das ist insbesondere jetzt in der kalten Jahreszeit von Vorteil: Heizungen sorgen sonst gerne mal für trockene Luft. Und die Farbe Grün bringt allein schon beim Betrachten Entspannung und Ruhe.

Zimmerpflanzen als Hobby

Außerdem kann der Indoor-Jungle zum ausgewachsenen Hobby werden: Mit Pflanzen muss man sich beschäftigen, wenn man mehr als ein paar klägliche Blätter verbuchen will. Hobby-Botaniker beschäftigen sich mit Aufgaben wie Düngen, Umtopfen und bei Bedarf Schädlingsbekämpfung. Sie müssen sich bei jeder Pflanze fragen: Welche Lichtverhältnisse benötigt sie? Wie oft will sie gegossen werden? Hilft eine Pflanzenlampe? Und warum das alles? Belohnt wird man mit erstaunlichem Wachstum, saftig grünen Blättern und prächtigen Blüten. Gerade jetzt, da man so viel mehr Zeit Zuhause verbringt, können Pflanzen eine entspannende Ablenkung und Beschäftigung sein.

Kein grüner Daumen? Kein Problem!

Für all diejenigen, die keinen grünen Daumen haben, gibt es zwei gute Nachrichten: Zum einen kann man lernen, wie man die grünen Kollegen am Leben erhält, zum anderen gibt es eine Reihe von Pflanzen, die perfekt für Einsteiger sind. Pflanzen, die nicht gleich auf den Kompost müssen, wenn man einmal den richtigen Zeitpunkt zum Gießen verpasst hat.

Vier Pflanzen für Faule

Da wäre zum Beispiel das Fensterblatt. Besser bekannt unter Monstera deliciosa – die Trendpflanze schlechthin. Kein Wunder, dass sie so beliebt ist, denn neben den dekorativen skulpturalen Blättern verzeiht sie Pflegefehler großzügig. Über was man sich bei der Anschaffung gleich im Klaren sein sollte: die Monstera wird groß und braucht deshalb viel Platz.

Der Geldbaum ist dagegen ein etwas kleineres Exemplar. Seine rundlichen, fleischigen Blätter sind aber nicht minder dekorativ. Er sollte nicht im Feuchten stehen, umgetopft werden muss er alle paar Jahre mal und Dünger ist nur am Anfang notwendig – eine Traumpflanze für unerfahrene Botaniker.

Die Grünlilie mit ihren weiß-grün gestreiften, länglichen Blättern ist genauso anspruchslos. Ob sonnig oder schattig, das ist ihr ziemlich egal, nur in der prallen Sonne mag sie nicht stehen. Vermehren lässt die Grünlilie einfach über die Ableger einer Mutter-Pflanze. Und weil ihre Blätter nach unten wachsen, macht sie sich auch in einer Ampel als Hängepflanze gut.

Der Kaktus ist prinzipiell ebenfalls eine pflegeleichte Pflanze, doch wer sich um ihn nicht kümmert, wird dennoch irgendwann ein abgestorbenes Pflänzchen in den Händen halten. Denn der Kaktus leidet unauffällig, ihm merkt man erst recht spät an, dass er nicht richtig gepflegt wurde.

Damit sollte nun auch für Unerfahrene nichts mehr schief gehen – und im nächsten Pflanzenmarkt oder Baumarkt kann man sich mit den nötigen Utensilien ausstatten.