Wohnen mit Licht

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Das richtige Licht im Zuhause macht mehr als nur hell: Lampen können Gestaltungselement und Stimmungsaufheller sein – im wahrsten Sinne des Wortes. Insbesondere im Winter kann die richtige Ausleuchtung der Wohnung einen Beitrag zu besserer Laune leisten, wenn die Sonne sich fast den ganzen Tag versteckt hält.

Watt, Lumen, Kelvin – was? Wer?

Wer Lampen kauft, steht vor einer kleinen Herausforderung – welches Leuchtmittel ist nun das richtige? Die wichtigsten Informationen über die Leuchtmittel sind das Energie-Label, das über die Energieeffizienzklasse Aufschluss gibt, außerdem die Angaben über Lumen, Watt und Kelvin. Und was heißt das nun? Lumen, kurz lm, gibt die Lichtleistung an, also wie hell eine Lampe ist. Watt (W) gibt die Leistungsaufnahme an – das heißt wie viel Energie benötigt die Lampe beim Betrieb? Hilfreich sind dabei diese Richtwerte: 25 W entspricht 220 lm, 40 W entspricht 415 lm, 60 W entspricht 710 lm, 75 W entspricht 935 lm und 100 W entspricht 1.340 lm. Neben der Helligkeit des Lichts ist aber noch ein anderer Aspekt wichtig: die Lichtfarbe.

Lichtfarbe und Lichtwärme

Die Kelvin-Angabe sagt etwas über die Lichtfarbe und die damit verbundene Wärme aus. Kerzenlicht leuchtet mit etwa 1.500 Kelvin warm und gelb, 2.700 bis etwa 3.300 Kelvin sorgen für ein behagliches, warmweißes Licht, das sich für das Wohn- oder Schlafzimmer eignet. Eben überall dort, wo nicht gearbeitet, sondern eher entspannt wird. Am Schreibtisch dürfen es um die 5.000 Kelvin sein, denn hier sollten die Augen durch gutes Licht geschont werden. Tageslichtweiß strahlt mit 6.000 Kelvin und macht sich am besten in der Küche und im Badezimmer über dem Spiegel. Die energiesparenden LEDs gibt es mittlerweile auch in tagesheller, warmweißer Lichtfarbe, so kann man auch getrost auf Halogenlampen verzichten.

Mit Lampen gestalten

Nun, da wir die Grundlagen der Leuchten-Kunde geklärt hätten, kommen wir nun zum gestalterischen Teil. Wie setzt man die Lichtquellen am schönsten zusammen? Mehrere Lampen sind angenehmer als eine einzelne Leuchte, denn das strukturiert den Raum. Das kann eine große Lichtquelle an der Decke sein, am besten dimmbar, zusätzlich Arbeitsbeleuchtung, sofern notwendig, und dekorative Leuchten wie Stehlampen. All diese Möglichkeiten zählen zur direkten Beleuchtung. Indirektes Licht, das von Decken oder Wänden reflektiert wird, sorgt für eine weiche Beleuchtung, weil es die Helligkeit rundum streut. Zudem wirft indirektes Licht keine Schatten. Das erreicht man z.B. durch von hinten beleuchtete Gegenstände wie Bilder, Möbelstücke oder auch der Fernseher – einige Modelle haben diese Art der Beleuchtung bereits integriert. Für indirekte Beleuchtung eignen sich LED-Stripes besonders gut. Und auch die klassischen Kerzen dürfen nicht fehlen. Sie erzeugen gemütliche Wärme und wenn nötig auch die passende romantische Stimmung.

Nicht nur die Helligkeit, Wärme und Direktheit des Lichtes ist ausschlaggebend für eine harmonische Gestaltung des Innenraumes – auch der Lampe als Gestaltungselement kommt eine tragende Rolle zu. Denn sie kann als Ergänzung der Einrichtung ein Design-Statement setzen oder minimalistisch und zurückhaltend daherkommen.

Aufwachen mit Licht

Noch ein Tipp für alle, die morgens ungern im Dunkeln aus den Bett steigen: Mit Licht wach werden klappt auch dann, wenn die Sonne sich erst später am Tag blicken lässt. Lichtwecker simulieren den Sonnenaufgang und wecken ganz sanft aus dem Land der Träume. Die Lichtintensität der Leuchte steigert sich ganz allmählich und verspricht durch das langsame Aufwachen einen entspannteren Start in den Tag.

Die richtige Beleuchtung kann also so einiges – schön aussehen, schön machen und schöne Stimmung verbreiten.