Die passende Wandfarbe für jedes Zimmer

Umzug, Renovierung, Malerarbeiten, Maler, StreichenDie Farbe an der Wand prägt den individuellen Charakter des Raumes. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, es gibt aber ein paar Tipps, die helfen, das Beste aus einem Raum herauszuholen. Denn jede Farbe hat ihre ganz eigene Wirkung.

Ganz grundsätzlich lassen sich die Farben in vier Familien einteilen: da hätten wir die aktivierenden, kraftvollen Buntfarben, die angenehmen, sanften Pastelltöne, zurückhaltende, mit Grau und Schwarz abgemischte Schatten-Nuancen und die neutralen Töne Schwarz, Weiß, Grau und Beige. Innerhalb dieser Farbfamilie können die Töne variiert und kombiniert werden. Das kann zum einen bedeuten, dass verschiedene Nuancen aus einem Ton zusammengestellt werden, etwa Hellblau und Dunkelblau, oder Kontraste durch Komplementärfarben erzeugt werden, also zum Beispiel Rot und Blau.

Hell und Dunkel

Farbe ist aber nicht gleich Farbe: In unterschiedlicher Umgebung wirken die Farben anders. Der Lichteinfall bestimmt, wie stark eine Farbe strahlt. Wenn Tageslicht darauf scheint, wirken die Töne kräftiger und heller als in einem kleinen Raum, der nur mit Lampen beleuchtet wird. Das liegt daran, dass dunkle Farben weniger Licht reflektieren als helle und leuchtende Töne. Insbesondere, wenn die noch vom Sonnenlicht angestrahlt werden. Es ist keine Überraschung, soll aber an dieser Stelle doch erwähnt werden:  Weiß reflektiert das Licht am besten und wirkt daher am hellsten. Wer wirklich einen weißen und nicht gräulichen Ton möchte, sollte ein abgetönte Weißnuance aussuchen.

Wand- und Deckenfarben können die Größe eines Raumes optisch verändern. Soll eine hohe Decke niedriger wirken, wird sie am besten dunkler als die Wände gestrichen. Sind die Möbel aber auch dunkel, ist Vorsicht geboten, damit man sich nicht erdrückt fühlt. Das Gegenteil ist bei niedrigen Deckenhöhen der Fall: Helle Decken lassen Räume größer wirken.

Größere Räume dank Wandfarbe

Mit der richtigen Farbe wirken Räume aber auch größer. Das kann ganz klassisch Weiß sein oder einer der sanften Pastelltöne. Besonders kühle Nuancen sind dafür geeignet, also etwa Grün oder Blau. Dunkle Farben wie Rot oder Braun wiederum verkleinern Räume noch mehr und sollten besser nicht in ohnehin schon beengten Zimmern eingesetzt werden – wir wissen ja jetzt, dass sie Licht schlucken. Im Schlafzimmer dagegen kann ein dunklerer Ton sehr passend sein, denn dort soll es zum Schlafen sowieso dunkel sein.

Und wer seinen langen Schlauch-Flur aufregender gestalten möchte, kann auf der Stirnseite eine eher kräftige und sogar dunkle Farbe verwenden und damit die Proportionen des Flures optisch aufwerten.

Farben und ihre Wirkung

Und welche Farbe hat nun welche Wirkung auf uns? Grün ist zugleich beruhigen und anregend, weil es die Natur widerspiegelt. Gelb ist optimistisch und belebend. Orange hat eine ähnliche Wirkung, es wirkt außerdem kreativitätsfördernd. Leidenschaft und Wärme vermitteln uns rote Farbtöne und Lila kann entweder beruhigend oder belebend und kreativ wirken, je nachdem wie die Relation von Blau zu Rot in der Mischung ist. Blau ist eine kühle, beruhigende Farbe, sie soll bei der Konzentration helfen.

Welche Farbe soll’s denn nun sein?

Sie überlegen, Ihre Wände farbig zu streichen? Dann testen Sie erst. Denn die kleine Farbkarte kann einen falschen Eindruck davon vermitteln, wie die Farbe großflächig auf der Wand aussieht. Deshalb: erstmal eine große Pappe mit der Wunsch-Farbe streichen und in den Raum stellen. Gefällt das nach Tagen immer noch, können Sie zu Farb-Eimer und Pinsel bzw. Rolle greifen und loslegen.