Mit der Energie der Sonne – Solaranlagen auf dem eigenen Dach

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Die Strahlen der Sonne sind ein nicht versiegender Quell an Energie. Warum diese also nicht nutzen? Mit einer Solaranlage auf dem Dach lässt sich die Kraft einfangen und effizient einspeisen. Wenn von Solaranlagen die Rede ist, ist allerdings nicht gleich klar, was gemeint ist. Denn es gibt zum einen die Solarthermie, die durch Kollektoren Wärme erzeugt, zum Beispiel um Wasser zu erhitzen. Und zum anderen wäre da noch die Photovoltaik, die Strom erzeugt, den man im Haushalt nutzen kann. Genau darum soll es gehen: bei der Photovoltaik werden Module aus Solarzellen verwendet, die man an den typischen schwarzen Quadraten erkennt.

Wie aus Sonne Strom wird

Durch Photovoltaik wird Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umgewandelt: Indem das Licht die Elektronen in der Zelle anregt, bewegen sich diese. Es entsteht also eine Wechselwirkung zwischen dem Sonnenlicht und dem so genannten dotierten Halbleiter der Solarzelle – so werden Elektronen freigesetzt und der Strom fließt. Durch Metallkontakte an den Seiten der Zelle wird dieser abgeführt und kann über ein Stromkabel ins Gebäude geleitet werden. Der Wechselrichter, eine weitere wichtige Komponente der Solaranlage, sorgt dafür, dass der entstandene Gleichstrom zu Wechselstrom umgewandelt wird.

Und wie sieht’s mit der Nachhaltigkeit aus?

Wie grün ist denn der Strom der Photovoltaikanlage wirklich? Photovoltaik mindert den Ausstoß von Luftschadstoffen und neben CO2 verursacht die Herstellung der Modulen keine schädlichen Klimagase; es sei denn es wird die so genannten Dünnschichttechnologie verwendet, die für einige Anlagen verwendet wird. Je nach Anlage ist es möglich, dass die CO2-Menge der Herstellung bereits nach zwei Jahren kompensiert ist. Weil die Module so lange genutzt werden, sind sie daher durchaus als sehr nachhaltig einzustufen. Ähnlich positiv ist neben der ökologischen auch die ökonomische Bilanz: die Photovoltaikanlage zahlt die Energie zurück. Je nach Technologie der Zellen dauert es etwa drei bis sechs Jahre, bis sich die Anlage amortisiert und damit sie die Kosten der Anschaffung ausgleicht. Auch hier bewährt sich die lange Lebensdauer: die Anlage erzeugt ein Vielfaches der Energie, die für Herstellung und Installation benötigt wurde.

Ausgediente Solaranlagen können recycelt werden

Es ist ein viel besprochener Aspekt: Was passiert mit den Anlagen, wenn sie nicht mehr im Einsatz sind? Ein Großteil kann tatsächlich recycelt und in neue Anlagen eingebaut werden. Auch defekte Teile können so wiederverwertet werden. Seit 2012 gibt es dazu die WEEE-Richtlinie (Waste of Electrical and Electronic Equipment). Sie schreibt vor, dass Produzenten die Module zurücknehmen und entsorgen müssen, wobei als Produzenten nicht nur die Hersteller im engeren Sinne zählen.

Photovoltaik auf dem Dach: Lohnt sich das?

Die weniger gute Nachricht: Die staatliche Vergütung für das Einspeisen dieses selbst produzierten Stroms ins öffentliche Netz geht stetig nach unten. Derzeit liegt sie bei 9,72 Cent je kWh für kleinere Anlagen bis 10 kWp. Die gute Nachricht jedoch: Die Installation einer Photovoltaik-Anlage lohnt sich trotzdem, wenn der Strom vor allem selbst genutzt wird. Denn der Strom vom Dach reduziert die Menge, die aus dem Netz bezogen werden muss. Für Anlagen bis 10 kWp werden keine Abgaben fällig und staatliche Förderungen gibt es auch für Stromspeicher für den Eigenbedarf. Die Kosten für diesen Stromspeicher können mittels KfW-Förderung massiv gesenkt werden.