1001 Pools – und welcher ist der richtige?

Luftaufnahme Von Drei Schwimmenden PersonenVorausgesetzt, das Wetter spielt in diesem Sommer nochmal mit: Wenn wir schon nicht so ausschweifend Urlaub machen können, wie wir wollen, dann wäre vielleicht ein Pool eine Überlegung wert. Was gibt es schöneres, als bei sommerlichen Temperaturen noch eine Runde im kühlen Nass zu planschen? Oder wenn der Platz reicht, sogar zu schwimmen. Je nachdem, wie flexibel der Pool sein soll und je nach Platz, der zur Verfügung steht, gibt es verschiedene Möglichkeiten – angepasst auch an die Größe des Budgets.

Wie groß soll der Pool werden?

Für die meisten Pools (außer für Schwimmteiche) gibt es eine grobe Faustregel, die besagt: für zwei Personen sollte der Pool mindestens vier Meter breit sein. Wenn öfter mal Freunde zu Besuch kommen, kann man sich auch an die Formel der öffentlichen Bäder halten, hier geht man von 2,5 qm pro Person aus. Und wie tief sollte das Becken sein? Mindestens 80 cm wären schon mal nicht schlecht, noch besser, wenn man auch schwimmen will, sind 1,30 bis 1,40 m.  

Wohin mit dem Pool?

Gut, die Größe steht; und wohin soll das gute Stück jetzt? Ein sonniger Platz wäre gut, um mit den Strahlen das Wasser zu erwärmen. Bäume und Sträucher gleich darüber oder daneben sorgen für lästiges Laub im Wasser – gibt es einen Pflanzen-freieren Ort, wäre das geschickter. Der Boden am ausgesuchten Ort muss eben sein und frei von Steinen, Wurzeln und Ästen. Steht der Pool dann neben den Wasser- und Stromleitungen, dann sind die Anschlusskosten geringer. Und wer einen Skimmer im Wasser hat, also einen Oberflächenabsauger, sollte auf dem Schirm haben, dass der so im Wind liegt, dass der Schmutz immer zu ihm hingetrieben wird.

Schwimmteich, aufblasbares Planschbecken oder doch ein Whirlpool?

Je nach Platz, Budget und Flexibilität gibt es verschiedene Möglichkeiten für Pools. Am schnellsten und einfachsten sind Aufstellpools, die zum Beispiel aufgeblasen oder mit Stahlstangen als Gerüst oder Stahlwänden aufgebaut werden. Dafür ist kein Loch im Boden notwendig, das Wasser heizt schnell auf und durch den hohen Beckenrand sind besonders Kinder nicht gefährdet, unbeaufsichtigt ins Wasser zu fallen. Der Aufbau geht schnell und auch ein Abbau lässt sich einfach vornehmen – so kann der Pool gegebenenfalls auch im Garten einer Mietwohnung aufgestellt werden.

Einbaupools dagegen verlangen nach einem großen Loch im Boden, was per se natürlich schon einmal ein größerer Aufwand ist. Welche Form und Größe der Pools hat, bleibt ganz Ihnen überlassen. Gedanken muss man sich dabei aber nicht nur über die Optik machen, sondern auch über die Bauweise. Ob etwa Fertigbeton oder ein Betonmischer zum Einsatz kommen soll, wie der Filterschacht am besten angelegt wird und wie der Anschluss ans Abwassersystem des Hauses erfolgt. Damit auch hier keine Gefahr der Ertrinkens besteht, ist etwa eine Plane zum Abdecken sinnvoll.

Ein Schwimmteich ist nochmal ein Spezialfall des Pools. Ihn ihm birgt sich nicht nur kühles Nass, sondern diverse Flora und Fauna. Er ist ein kleiner See im eigenen Garten. Eine Fläche von 20 Quadratmetern sind für einen Schwimmteich Voraussetzung. Und wenn der Teich völlig ohne Technik auskommen soll, müssen ungefähr 50 bis 70 Prozent der Fläche für einen Pflanz-Bereich eingeplant werden. Das lässt sich mit einem Filtersystem aber minimieren.

Braucht der Pool eine Baugenehmigung?

Wer im Garten Baumaßnahmen vornimmt, sollte immer im Hinterkopf behalten, dass eine Genehmigung dafür notwendig sein könnte. Das kommt auf die Größe des Pools an und gestaltet sich in den Bundesländern unterschiedlich. Meistens sind 100 Kubikmeter Wasservolumen eine kritische Grenze. Es macht definitiv Sinn, sich vor dem Baustart dazu zu informieren.

So, jetzt aber raus ins Wasser!