Das Holzhaus – Wohnen inmitten eines nachwachsenden Rohstoffs

Braunes Holzhaus, Umgeben Von Bäumen

Die Vorteile von Holzhäusern liegen klar auf der Hand: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der mit einer extrem guten Öko-Bilanz glänzt. und einen guten Schall- und Wärmeschutz bietet. Außerdem können heimische Hölzer zum Einsatz kommen – das bedeutet: kurze Transportwege. Auch die Wohnatmosphäre in einem Holzhaus fühlt sich natürlich und wohlig an. Wenn wir an Holzhäuser denken, kommen uns gleich urige Block-Hütten in den Sinn. Massive Balken, waagerecht übereinandergelegt. Oder charakteristische Schwedenhäuser, die rot angestrichenen Häuser aus Holzrahmenbauweise mit den weißen Sprossenfenstern.

Holz kann auch modern

Doch in Holz wohnen muss nicht altertümlich und traditionell aussehen, denn der Baustoff kann noch viel mehr. Viele unterschiedliche Konstruktions- und Gestaltungstypen sind möglich, sodass Traumhäuser verschiedener Ansprüche gebaut werden können. Von der Zwei- bis Drei-Personen-Hütte bis zum architektonischen Luxus-Objekt ist so einiges möglich. Holzhäuser werden zwar schon bereits seit Jahrhunderten errichtet, doch die Verarbeitung, die Technik und die Gestaltung des Materials verändern sich stetig.

Welche Bauarten von Holzhäusern gibt es?

Blockbohlenbauweise: Hier geht es um den Holzquerschnitt. Denn die Holzbohlen weisen eine Dicke von mindestens 40 cm auf. Indem Stämme, Bretter oder Balken zusammengefügt werden, entstehen Wände und Decken. Heutzutage bildet aber meist eine tragende Konstruktion mit Wärmedämmung den Kern des Hauses.

Es muss aber nicht immer das Blockbohlenhaus sein. Es gibt noch ein paar andere Bauweisen. Wie die aussehen? So zum Beispiel:

Holzrahmenbau, Holzständerbauweise: Diese Bauweise gestaltet sich skelettförmig und hat plattenförmige Wandbaustoffe. Wir kennen diese Bauweise insbesondere von ihrem traditionellen Vertreter, dem Fachwerkhaus. Da nennt sich das Stabtragwerk, das heißt, dass senkrechte Hölzer die Last von waagrecht in Decke und Dach angebrachten Hölzern tragen.

Holztafelbau: Dabei werden die Wand- und Deckenelemente bereits so weit wie möglich als Tafel- oder Rahmenkonstruktionen im Werk vorproduziert. Also kurz gesagt: ein Fertighaus. Hier steht nicht mehr die Holzoptik im Vordergrund, sondern die ökologische Bauart. Die Wandflächen können zum Beispiel auch verputzt werden. Auf der Baustelle können die Teile dann ratzfatz zusammengebaut werden. Baufeuchte, mit der man bei gemauerten Häusern zu tun hat, spielt hier keine Rolle, denn das Holzhaus wird überwiegend in Trockenbauweise angefertigt. Das sorgt auch noch für ein angenehmes Wohnklima.

Achtung, zugig?

Die Vorteile von Holzhäusern sind unbestreitbar. Und damit das Bauwerk auch tatsächlich nur Freude bringt, gibt es noch ein, zwei mögliche Schwachstellen, die man beachten sollte. Wird nicht gut geplant oder verarbeitet, kann die Dichtigkeit nicht ausreichend sein und Zug im Haus entstehen oder gar Feuchtigkeit. Auch fehlt teils der Schutz gegen starke Regenfälle. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihr Haus nur von echten Expert*innen planen und bauen lassen. Was außerdem störend sein könnte, aber allein aus Geschmacksgründen: dass die Fassade, sofern sie komplett aus Holz besteht, mit den Jahren grau wird. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, wenn das Holz Wind und Wetter ausgesetzt ist; der lässt sich nur mit einer Beschichtung wie etwa Lack aufhalten. Fangen Sie damit allerdings einmal an, müssen Sie alle zwei, drei Jahre den Pinsel in die Hand nehmen.