Heizen mit Holz – behaglicher Kamin

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Draußen winterliche Kälte und Schneelandschaft, drinnen behagliche Wärme, ausgestrahlt von einem knisternden Kaminofen. Ist das nicht der Winter-Traum schlechthin? Wenn es nicht bei einem Traum bleiben soll, gibt es einige Dinge zu beachten, damit der Kaminofen sicher heizt und den rechtlichen Anforderungen entspricht.

Neue Öfen heizen sauberer

Kamin- und Kachelöfen, die bereits über Jahrzehnte im Einsatz sind, erfüllen nicht mehr die aktuellen Anforderungen der Bundes-Immissionsschutzverordnung. Alte Kaminöfen mussten bis 2017 ersetzt werden – oder nachgerüstet. Holzöfen aus dem Jahr 1990 durften dagegen bis 2020 betrieben werden und Öfen, die ab 1995 installiert wurden, sind 2024 betroffen. Um die Emissionen älterer Exemplare zu reduzieren, können zum Beispiel Pall-Ringe eingesetzt werden, auch Keramikschaum tut seinen Dienst oder der Partikelabscheider im Schornstein. Ob die Werte eingehalten werden, lässt sich durch die Bescheinigung des Herstellers oder bei einer Einzelmessung durch den Schornsteinfeger nachweisen.

Durch eine optimierte Luftzufuhr und eine effizientere Konstruktion schaffen es neue Kaminöfen, bis zu 80 Prozent weniger schädliche Emissionen auszustoßen. Ein weiterer Pluspunkt: auch Wartung und Pflege der neuen Modelle sind um einiges leichter.

Geeignete Voraussetzungen für den Ofen

Und wenn nun ein neuer Kamin eingebaut werden soll, auf was muss geachtet werden? Zunächst muss die Stelle, an der der Ofen stehen soll, das Gewicht tragen können. Zudem muss der Untergrund feuerfest sein, damit er den Brandschutzvoraussetzungen entspricht. Um die Abgase des Kamins ordnungsgemäß abzuführen, müssen die Kapazitäten des Schornsteins bekannt sein – dazu weiß der Schornsteinfeger genau Bescheid. Daran ist dann auch die mögliche Größe des Kaminofens gebunden.

Unterschiedliche Kaminofen-Modelle

Den einen perfekten Kaminofen gibt es nicht; verschiedene Modelle bieten verschiedene Vorteile. Neben den klassischen Holzöfen gibt es moderne Pelletofen, die nicht mit Holzscheiten im beheizt werden, sondern mit Pellets, die automatisch in den Brennraum transportiert werden. Das klingt dann nicht mehr wie ein loderndes Feuer, sondern mehr nach Gebläse und Pellettransport, dafür ist der Pelletofen deutlich effizienter.

Noch stärker sind kanalisierte Pelletöfen, mit ihnen können mehrere Räume beheizt werden. Durch Warmluftkanäle wird die Wärme vom Ofen über ein Gebläse in andere Zimmer geführt. Das alles kann bequem über ein Display oder mithilfe einer Fernbedienung gesteuert werden, sodass jeder Raum die richtige Temperatur hat.

Wasserführende Kamine – befeuert mit Pellets oder Holzscheiten – bieten noch ein weiteres Extra: sie heizen neben den Räumlichkeiten auch das Wasser. Auch der Dauerbrandofen kann als wasserführender Ofen eingesetzt werden. Er wird mit Kohle betrieben und kann sehr lang heizen, ohne dass nachgelegt werden muss – wie der Name schon vermuten lässt.

Nicht nur heiß, sondern auch schön

Neben den technischen Anforderungen ist natürlich eines noch sehr wichtig: das Design des Ofens. Denn das bestimmt mitunter die Atmosphäre der Einrichtung – sollen moderne, klare und minimalistische Formen den Ton angeben oder passt ein verschnörkelter Vintage-Look wie aus einem vergangenen Jahrhundert besser in die gute Stube? Ein Design-Highlight ist der Tunnel-Kamin, bei dem man – wenn er in eine Trennwand eingebaut wird – das Feuer gleich von zwei Seiten aus beobachten kann. Und was ist beruhigender als der Blick in lodernde Flammen?