Dachsanierung und Solaranlage: Klimaneutrale Gebäude von oben gedacht

Schwarze Sonnenkollektoren Auf Braunem Dach

Zehn Millionen Dächer sind allein in Deutschland nicht genügend gedämmt. Das kostet nicht nur Geld, sondern hat auch schlechte Auswirkungen auf die Umwelt. Dabei gibt es eine besonders klimafreundliche Kombi: Ein energetisch saniertes Haus mit Solar-Panel auf dem Dach.

Neue Studie zum Potenzial von Sanierung und Solaranlage

Eine aktuelle Studie des FIW, dem Forschungsinstituts für Wärmeschutz, zeigt, wie viel Potenzial auf Dächern derzeit noch verloren geht, was die Klimaneutralität von Gebäuden angeht: 116 Millionen Tonnen CO2 könnten in Deutschland bis zum Jahr 2050 eingespart werden, wenn alle schlecht gedämmten Dächer energetisch saniert und mit Solaranlagen ausgestattet werden würden. Zum Vergleich: Das ist in etwa die Menge, die ganz Belgien in einem Jahr ausstößt. Und das ist allein das Potenzial, das der Gebäudebestand aufweist.

Kombi-Maßnahme am effizientesten

Schon vor drei Jahren zeigte das FIW auf, dass 1,6 Millionen Quadratmeter Dachfläche, das entspricht zehn Millionen Dächern, nicht genügend gedämmt sind und eine komplette Sanierung 25 Prozent der CO2-Einsparungen bis 2050 bedeuten würde. Würden diese Dächer alle durch die  Doppel-Maßnahme mit energetischer Sanierung und paralleler Installation der Solar-Module modernisiert werden, könnte dieser Anteil sogar auf 60 Prozent erhöht werden, berechnete das FIW.

Doch warum sollten Maßnahmen zeitgleich erledigt werden? Wenn die Dachflächen erst einmal für die Stromerzeugung durch Solaranlagen genutzt werden, können sie etwa 25 bis 30 Jahre nicht saniert werden. Schließlich sind die Module auf eine lange Nutzungsdauer angelegt.

Energetische Dachsanierung am Altbau

Die energetische Sanierung ist übrigens nicht nur Nice to have, sondern kann auch Pflicht sein: Nach den Vorgaben der EnEV (Energieeinsparverordnung) müssen entweder die Dächer von Altbauten gedämmt sein oder die Dämmung der obersten Geschossdecke, also des Dachbodens muss erfolgen. Der Wärmedurchgangskoeffizient darf nach dieser Dämmung nicht über 0,24 W/m2K liegen. Der Wärmedurchgangskoeffizient wird auch als U-Wert bezeichnet und beschreibt den Wärmestrom, der bei einem Temperaturgefälle zwischen der warmen Seite und der kalten Seite entsteht, also zwischen außen und innen. Wenn der Eigentümer nicht wechselt, ist die energetische Sanierung eines Altbaus nicht unbedingt notwendig, auch wenn nur marginale Reparaturen nötig sind. Das gilt wiederum nur, wenn das Gebäude schon vor Februar 2002 bewohnt wurde und nicht mehr als zwei Wohnungen beherbergt.  

Umwelt und Geldbeutel schonen

Der Vorteil der beiden Maßnahmen ist nicht nur der Umweltschutz, sondern dass Eigentümer auch den Geldbeutel durch sinkende Energie- und Heizkosten schonen. Staatliche Förderung ist ein weiterer Anreiz für die Sanierung und die Anbringung von Solaranlagen. Die KfW bietet dazu interessante Möglichkeiten. Darüber hinaus wird der Wert des Gebäudes gesteigert, weil es für die Zukunft gerüstet ist. Auch auf das Raumklima hat die Dämmung einen Einfluss, denn auch das wird gesünder, die Raumluft reiner. Beraten kann dazu der Dachdecker. Denn der kann beides: Energetische Sanierung und Solar-Panels anbringen.

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